Adobe Muse – eine Alternative zu Dreamweaver?

In den letzten Blogbeiträgen habe ich einiges zu Dreamweaver geschrieben, vor allem, wie man mit der neuesten Version von Dreamweaver einfach responsive Websites erstellen kann. Adobe hat aber noch weitere Produkte im Programm um Webseiten zu erstellen. Eines dieser Produkte ist Adobe Muse. Was aber kann dieses Produkt und wie unterscheidet es sich von Dreamweaver.

Einer der wesentlichsten Unterschiede ist, dass Muse ist im Gegensatz zu Dreamweaver ein echtes WYSIWYG Tool ist, bei dem man seine Website mit Drag an Drop zusammen bauen kann. Man hat dabei keinerlei Berührung mit HTML, CSS und Java Script. Ist ein solches Tool aber wirklich für den praktischen Einsatz brauchbar und wie sieht es hier mit der Unterstützung mobiler Geräte aus? Diese Fragen werde ich in diesem Artikel beantworten.

Ich selbst bin eher der Typ, der Webseiten gerne noch direkt mit HTML Code erstellt. Aber moderne Tools nehmen einem diese Arbeit immer mehr ab. So ist es auch mit Dreamweaver fast nicht mehr notwendig mit HTML und CSS direkt zu arbeiten. Der Code wird im grossen und ganzen vom Programm erstellt. Dennoch ist es manchmal notwendig sich damit auskennen. Denn wenn man ein Element nicht mehr in der Ansicht selektieren oder bearbeiten kann, dann muss man in den Code eingreifen oder im DOM Baum zumindest die richtige Stelle finden. Auch für das Formatieren mittels CSS sollte man zumindest in der Lage sein die Selektoren bestehend aus Tags, Klassen und IDs angeben zu können. Auch dafür ist ein Grundverständnis für HTML notwendig.

Und jetzt soll es Tools geben, wo man dies alles nicht mehr benötigt, nein anders noch es gibt Tools, wie Adobe Muse, die einem nicht einmal die Möglichkeit geben auf HTML und CSS zuzugreifen. Alles wird vom Programm automatisch im Hintergrund erledigt. Kann man damit wirklich professionelle Websites erstellen? Diese Frage habe ich mir in der Vergangenheit oft gestellt, denn mit den ganzen Baukasten Systemen habe ich schon eher negative Erfahrungen gemacht.

Der beste Weg sich so eine Frage zu beantworten, ist es so ein Tool selbst einmal zu probieren. Aber so richtig beantworten kann man die Frage natürlich erst, wenn man das auch in einem realen Projekt probiert. Am Anfang dachte ich mir, das ich mal den Prototypen mit Muse erstelle. Die „echte“ Seite kann ich dann immer noch wie gewohnt umsetzen. Gleich beim Start gelangt man in die Planungsansicht, die einem vor dem Design in Muse dazu zwingt sich einmal die Struktur und die groben Inhalte zu überlegen.

Muse Planungsansicht

Muse Planungsansicht

 

Mockups und Prototypen sollten im modernen Webdesign Prozess eh nicht mehr ausschliesslich in Photoshop & Co, sondern als sogenannte HTML Prototypen erstellt werden.
Aus dieser Idee wurde dann aber doch nichts, denn der in Muse erstellte Prototyp wurde dann nach einigen Anpassungen auch Online gestellt und hat mir damit die Arbeit erspart die Seite noch einmal mit einem anderen Tool umzusetzen.

Das ganze ist aber nicht geschehen, weil ich zu bequem war die Arbeit nochmals zu machen, sondern weil es einfach nicht notwendig war. Zugegeben, es hat sich dabei um ein kleines Projekt mit etwa 6 Seiten gehandelt.

Von der Positionierung im Workflow ist übrigens Muse dem Adobe Tool InDesign gleichzusetzen. Nur dass InDesign für den Print Bereich gedacht ist und Muse für den Web Bereich. Das merkt man auch an den ähnlichen Kommandios, so werden Inhalte wie bei Illustrator mit CMD-D oder CTRL-D eingefügt. Betrachtet man im Vergleich den Print und Web Workflow, dann werden Photoshop (Pixel) und Illustrator (Vektor) für die Erzeugung der Bilder verwendet. Zusammengesetzt werden die Seiten dann im Print Bereich mit InDesign und für das Web mit Muse oder Dreamweaver. Das Ergebnis ist dann im Print z.B. ein PDF und im Web eine oder mehrere HTML Seiten.

Web und Print im Vergleich

Web und Print im Vergleich

 

 

Responsive Websites mit Muse

Wie sieht es aber mit der Qualität des Codes und der mobilen Optimierung aus. Wie ich schon in meinem Artikel Warum mobile Websites gerade jetzt wichtig sind dargestellt habe, ist es auch aus Suchmaschinen Sicht extrem wichtig eine mobile taugliche Website zu haben.

Bei Muse hat man die Möglichkeit insgesamt 3 Device Größen (Desktop, Tablet und Telefon) zu erzeugen. Dabei stellt man sinnvollerweise eine der drei Varianten fertig und erstellt dann die anderen. Bei der Erstellung der anderen Devices kann man bestimmte Eigenschaften der anderen Größe zum Beispiel die Seitenstruktur kopieren.

Auswahl der Device Größe

Auswahl der Device Größe

 

Was allerdings nicht kopiert wird sind die Seiteninhalte. Die muss man, wenn gewünscht manuell kopieren. War es in den ersten Versionen von Muse nicht möglich Inhalte zwischen den verschiedenen Geräte Größen zu verknüpfen, so geht das mittlerweile recht gut. Man muss allerdings beachten, daß man innerhalb eines Textblocks keine Formatierungen zum Beispiel Schriftgrößen mischt.

Die obige Erläuterung zu den anderen Devices zeigt schon, daß wir bei Muse kein echtes responsive Design erzeugen, sondern für alle 3 Größen unterschiedliche Seiten anlegen. Das kann jetzt für den Benutzer und den Designer Vor- und Nachteile haben. Ich werde in einem späteren Beitrag noch etwas näher auf die verschiedenen Arten der Anpassung von Websites für andere Geräte Größen eingehen. Einer der Nachteile ist, daß die Seiten für jede Geräteart neu zusammengestellt werden muss. Das kann aber auch gleich als Vorteil genutzt werden, denn vielleicht möchte man ja den mobile User gar nicht mit allen Inhalten der Desktop Version beglücken. Sollten Elemente wieder verwendet werden, dann sollte man auf jeden Fall auf die Verknüpfung der Inhalte achten, den sonst wird die Wartung der Inhalte zum Chaos.

Wiederverwendbare Inhalte in Muse

Wiederverwendbare Inhalte in Muse

 

Einer der Vorteile ist auch, dass die Elemente für verschiedene Geräte völlig unterschiedlich angeordnet werden können, was bei echten responsive Seite nicht immer so leicht möglich ist. Auch die Optimierung der Inhalte zum Beispiel bei Bildern lässt sich dabei besser realisieren.

Die erstellten mobilen Seiten sind auf jeden Fall Google tauglich, denn bei den Tests haben die Seiten das Google „Gütesiegel“ erhalten.

 

Der HTML Code

Wie sieht es aber jetzt mit dem erzeugten Code aus. Für mich, der gerne einen möglichst übersichtlichen und kompakten Code schreibt, ist natürlich das Ergebnis von Muse nicht ganz so optimal. Es wird für fast jedes Element ein eigens DIV mit einer eigenen ID erzeugt. Für jede ID muss dann auch eine eigene CSS Regel angelegt werden. Hat man mehrere Seiten, dann werden diese Regeln leider nicht wieder verwendet.

Von Muse erzeugter HTML Code

Von Muse erzeugter HTML Code

 

Man kann das Ergebnis jedoch wesentlich verbessern in dem man darauf achtet Zeichen-, Absatz- und Grafik Formate zu verwenden, denn das vermindert die erstellten CSS Regeln erheblich. Diese Formate werden dann entweder einem bestimmten Tag zum Beispiel h1 für die Überschrift erster Ordnung oder einer Klasse zugewiesen, die dann an verschiedenen Stellen verwendet wird. Statt also jede Überschrift manuell zu formatieren, legt man eine Regel für die Überschrift fest und weisst sie dann den Elemente zu. Sollte eigentlich selbstverständlich sein, denn wenn man HTML und CSS Code schreibt, macht man es ja auch nicht anders. Eigenartigerweise wird das aber bei Muse oft vergessen. Der Vorteil dieser Methode ist natürlich, dass ich das Aussehen eines solchen Elements einmal verändere und es für alle vorkommenden Elemente angepasst wird. Klassen werden übrigens schon übergreifend zwischen den Seiten verwendet.

Verwendung von Formaten

Verwendung von Formaten

 

 

Schriften in Muse

Positiv muss man sagen, dass Muse wirklich HTML Code schreibt sprich Texte als solche in die Seite einfügt und korrekt positioniert. Es wird also nicht einfach versucht Inhalte durch Bilder zu ersetzten. Muse generiert zwar aus Schriften, die keine Systemschriften und auch keine Webfonts sind automatisch Bilder und ersetzt diese durch den Text, das ist aber eher zur Sicherheit, damit das Layout wie gewünscht aussieht. Diese Konvertierung wird aber nicht einfach versteckt im Hintergrund durchgeführt, sondern es wird durch ein kleines Icon darauf hingewiesen.

Markierung von Schriften, die in Bilder umgewandelt werden.

Markierung von Schriften, die in Bilder umgewandelt werden.

 

Der Designer hat nun die Möglichkeit die entsprechende Schrift durch Webfonts zu ersetzen. Der Einsatz von Webfonts in Muse ist übrigens recht einfach möglich. Es können entweder die kostenlosen Schriften von Adobes Edge Web Fonts, die in der Cloud Mitgliedschaft enthaltenen Typekit Fonts oder selbst gehostet Webfonts verwendet werden. Über Umwege lassen sich auch Google Web Fonts einbinden. Von den Typekit Fonts würde ich persönlich eher abraten, da diese nur solange verfügbar sind, solange man für die Cloud Mitgliedschaft bezahlt. Wird die Mitgliedschaft eingestellt, dann sind auch die Schriften für die Website nicht mehr verfügbar und werden durch eine Standardschrift ersetzt.

Auswahl von Webfonts

Auswahl von Webfonts

 

 

Weitere hilfreiche Features und Funktionen

Vergleicht man Muse mit Dreamweaver, dann findet man in diesem Programm einige Funktionen, die man sich auch in Dreamweaver wünschen würde.

Gleich beim Projektstart landet man auf der Planungs Übersicht, wo man die Website Struktur in einem Baumdiagramm erstellen kann. Dies hilft nicht nur, die Seiten übersichtlich zu verwalten, sondern auch um später daraus automatisch Menüs zu erzeugen.

Die Musterseiten, von denen man beliebig viele anlegen kann, lassen sich den einzelnen Seiten zuweisen und haben den Vorteil, dass wieder verwendbare Inhalte , wie Kopfbereiche, Footer, Hintergründe usw. in eine eigene Seite ausgelagert werden, die dann mit den eigentlichen Seiten kombiniert werden. Das System der Musterseiten ist recht flexibel. So lässt sich bei jeder Seite bestimmen, welche Musterseiten angewendet werden. Musterseiten können übrigens selbst auch wieder Musterseiten haben, womit sich eine Verschachtelung erzeugen lässt.

Für das Erstellen stehen verschiedene Bibliotheks Elemente zur Verfügung.

Hat man das Projekt abgeschlossen, dann reicht ein Klick aus und die Inhalte werden automatisch auf mittels FTP aus den Webspace übertragen.

 

Parallax Effekte

Einer der aktuellen Trends im Webdesign ist der Einsatz von Parallax Effekten. Das sind Effekte bei denen sich die Elemente auf einer Seite in unterschiedlichen Geschwindigkeiten bewegen (zum Beispiel beim scrollen) und dadurch einen 3D Effekt erzeugen. Wenn diese nicht übertrieben eingesetzt werden, dann kann man damit recht attraktive Effekte erzeugen. Mit Muse ist es sehr leicht diese hinzuzufügen ohne sich mit komplizieren Code auseinander setzen zu müssen.

 

Zusammenarbeit mit anderen Adobe Produkten

Die Zusammenarbeit mit anderen Adobe Produkten, wie zum Beispiel Adobe Edge Animate funktioniert wunderbar. Einfach das Package, das mit Edge Animate generiert werden kann und Muse einfügen und das war es. Die eingefügten Animationen lassen sich sogar mit den oben erwähnten Parallax Funktionen steuern.

 

Eigenen HTML Code oder Java Script einbinden

Wie ich anfangs erwähnt habe, ist Muse nicht gerade ideal dafür geeignet eigenen HTML oder Java Script Code einzufügen. Allerdings ist dies nicht ganz unmöglich. Wenn man weiss wie, dann kann man über „Objekt -> HTML“ HTML oder Java Script Code einfügen. Will man Code in den Head Bereich einer Seite einfügen, dann ist das über die Seiten Eigenschaften ebenfalls möglich. Muse ist zwar nicht dafür vorgesehen, selbst HTML, CSS und Java Script einzufügen, aber mit den erwähnten Möglichkeiten geht das recht einfach.

Will man hier mehr, dann kann man sich – vorausgesetzt man weiss wie – auch selbst Bibliotheken schreiben.

 

Einsatz als CMS Template

Wie Anfangs schon erwähnt, ist Muse nicht ideal dafür geeignet Templates für CMS zu erstellen. Es gibt aber bereits einige Ansätze dazu um dies zu realisieren. So habe ich selbst schon einmal das Plugin zum Erstellen von Contao Templates erfolgreich ausprobiert, allerdings muss ich auch sagen, dass ich derzeit damit kein Projekt umsetzen würde.

Verwendung der Contao CMS Bibliothek

Verwendung der Contao CMS Bibliothek

 

Muse hat seine Stärken als Standalone System. Allerdings hat man in Muse bereits ein kleines CMS eingebaut. Wenn die Seiten online sind, dann kann man die Inhalte auch Online ändern und muss dabei kein Muse besitzen.

Anfangs habe ich diese Funktion beim Upload zum Adobe einen Business Catalyst Webspace gesehen, dann aber festgestellt, dass dies bei jedem Webspace, der über FTP erreichbar ist funktioniert. Damit kann man seinen Kunden eine Website übergeben, wo die Inhalte sogar selbst gewartet werden können.

 

Änderungen im Code möglich?

Nachdem Muse ja normalen HTML Code erzeugt müsste es doch auch möglich sein diesen selbst zu verändern. Ja das ist richtig, das ist sehr leicht möglich. Allerdings hat die Sache dann den Nachteil, daß die Website nicht mehr mit Muse weiterbearbeitet werden kann, denn die Änderungen im HTML Code können nicht mehr zurück in die Muse Datei gelangen.

 

Fazit

Wofür ist Muse jetzt wirklich geeignet und wo würde ich Muse im Web Design Bereich positionieren.

  1. Wenn man bisher noch keine Ahnung von HTML & Co hat und rasch zu ansprechenden Ergebnissen kommen möchte dann ist MUSE sehr gut geeignet. Es ist auch ideal dafür geeignet in den Bereich Web Design hinein zu schnuppern und zu sehen was möglich und nicht möglich ist. Zum Lernen also wesentlich besser geeignet als sich direkt mit den Techniken des Web auseinander setzen zu müssen.
  2. Muse ist sehr gut für kleinere Web Projekte geeignet. Kommt man mit den integrierten Effekten aus, dann kann man mit Muse recht einfach und rasch Projekte umsetzen. Sollten die integrierten Effekte nicht ausreichen, dann kann man auch noch viele verfügbare externe Bibliotheken einbinden, die sowohl kostenlos, also auch kostenpflichtig angeboten werden.

  3. Man muss sich beim Einsatz von Muse bewusst sein, daß der Einfachheit auf echtes responsive Design verzichtet und Webseiten mit fixen Breiten erstellen werden, was natürlich einfacher ist als ein flüssiges Layout zu generieren. Layouts für andere Gerätegrößen müssen wie schon erwähnt extra erzeugt werden, was auch etwas Mehraufwand bedeutet.

  4. Die fehlende Möglichkeit einfach CMS Templates zu erzeugen schränken Muse auf statische Web Projekte ein. Auch wenn es, wie im Artikel erwähnt bereits Ansätze gibt, Muse Webseiten in Templates umzuwandeln ist dies eher nicht wirklich optimal.

  5. Muse ist sehr gut dafür geeignet um HTML Prototypen zu erstellen. Die Zeiten wo für jede Webseite ein Photoshop Dokument erzeugt wird, sollten eigentlich im modernen Webdesign Workflow vorbei sein. Viel zu aufwendig ist es hier Änderungen einzuarbeiten und auf responsive Ansprüche einzugehen. In Muse lassen sich diese statischen Webdesigns in echte Webseiten umsetzen und bieten damit die Möglichkeit Seiten wirklich im Browser und auf verschiednen Geräten ansehen zu können. Verwendet man die Format Funktion von Muse, dann sind Änderungen einfach und schnell einzuarbeiten.

 

Beschäftigt man sich etwas näher mit Muse, dann entdeckt man viele Dinge die mit diesem Programm möglich sind. Wenn man also die beschriebenen Vor- und Nachteile von Muse kennt und sich mit den möglichen Einsatz Bereichen etwas auseinander setzt, dann kann man Muse durchaus für das eine oder andere Projekt gut verwenden.

 

Interessiert es euch mehr über Muse zu erfahren? Dann schreibt mir doch bitte ein kurzes Kommentar. Ich werde bei Interesse in Zukunft mehr Informationen als Beiträge oder mittels Videos zur Verfügung stellen.

 

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Kategorien: Web Design.

Comments

  1. Hallo, der Artikel ist jetzt ja schon ein paar Tage alt. Hast Du schon mehr Erfahrungen mit MUSE machen können? Würdest Du es zum Erstellen von Websites tatsächlich produktiv einsetzen – oder greifst Du lieber zu handmade Code oder WordPress? Gruß Sascha

    • Hallo Sascha,

      deine Anfrage kommt gerade zum richtigen Zeitpunkt. Ich war gerade am Vorbereiten eines neuen Artikels zum Thema responsive Design mit Muse und habe dabei den Output auf produktiven Einsatz geprüft. Das Ergebnis war allerdings erschreckend. Jetzt bin ich gerade in direkten Kontakt mit der Adobe Entwicklung in USA, da es hier einige Grundlegende Probleme gibt, die einen produktiven Einsatz eigentlich nicht wirklich zulassen (zumindest für mich). Artikel folgt in Kürze – bitte noch etwas Geduld – ich halte Dich am laufenden.

      Liebe Grüße
      Andreas

    • Hallo Sascha,

      noch etwas zu Deiner Frage. Ich verwende prinzipiell verschiedene Systeme für meine Webseiten und Kunden Projekte.
      Wenn es eine schnelle und einfache Website sein soll, dann habe ich auch schon das eine oder andere mal zu Muse gegriffen.

      Da ich jedoch gerne die Kontrolle über meine Webseiten und den HTML/CSS Code der erstellt wird habe, verwende ich eher Dreamweaver und andere HTML/CSS Code Tools um meine Seiten oder Templates für CMS zu erstellen.

      Auch WordPress verwende ich gerne, da es sich bisher als sehr unproblematisch erwiesen hat und es eine Menge fertige Themes gibt. Wenn man die Einschränkungen kennt und einiges beachtet, dann kann man WordPress durchaus empfehlen.

      Ich finde es hängt immer sehr davon ab, was man machen möchte und natürlich auch, welches Know How man hat. Eine Seite mit Dreamweaver zu erstellen erfordert sicher einiges mehr an Wissen als Muse und das wäre auch eine der Stärken von Muse. Denn damit kann man ansprechende Seiten ohne HTML und CSS Wissen erstellen.

      Liebe Grüße
      Andreas

      • Hallo Andreas,
        ich hoffe es geht dir gut.
        Meine erste Anfrage ist ja nun fast ein Jahr alt und ich war vor Kurzem wieder einmal in der Versuchung mit MUSE zu experimentieren. Allerdings konnte ich mich nicht dazu durchringen. Hast du weitere Erfahrungen gemacht? Bzw. hast du schon einmal die CMS Erweiterungen ausprobiert?
        Ich würde mich über eine Rückmeldung von dir freuen.
        Gruß Sascha

        • Hallo Sascha,

          leider hat sich gegenüber meiner Aussage vor einem Jahr nicht viel verändert.

          Muse ist ein tolles System und vor allem, wenn man wenig mit Technik zu tun haben und rasch zu einem Ergebnis kommen will.

          Mein Grund für die Vorsicht, ist die Barrierefreiheit vom Muse Code. Leider kann man die Reihenfolge der Text Elemente nicht beeinflussen. Es kann daher passieren, dass blinde User, die Inhalte in einer völlig anderen Reihenfolge vorgelesen bekommen, als man geplant hat und als es Sinn macht. Adobe will allerdings nicht einsehen, dass dies ein Fehler ist.

          Was mich persönlich noch stört, ist, dass responsive Design nur geht, wenn Java Script aktiviert ist. Da dies aber in der Praxis fast überall aktiviert ist, ist das kein wirkliches Problem.

          Das der HTML Code nicht „schön“ ist, das ist eine Begleiterscheinung, die fast jedes Drag & Drop Webseiten Tool mit sich bringt. Das stört aber im schlimmsten Fall Leute wie mich, die halt gerne schönen HTML Code erstellen und das ganze hat nur am Rande negative Auswirkungen auf die Seite.

          Das CMS von Muse (ich nehme an, du meinst die eingebaute Version), geht recht gut – das habe ich eh in einem eigenen Artikel (https://www.andreasstocker.at/adobe-muse-als-cms/) einmal beschrieben.

          Zusammengefasst, kann ich Muse auf jeden Fall empfehlen, wenn man sich des Problems mit der Barrierefreiheit bewusst ist und damit leben kann. Für mich und viele Anwender zählt vor allem die Einfachheit, mit der man rasch attraktive Webseiten erstellen kann. Vor allem der Output als HTML/CSS und JavaScript ist ein wesentlicher Vorteil, denn dies trägt auch wesentlich zur Sicherheit der Website bei.

          Ich hoffe ich konnte die damit einmal weiterhelfen.

          Vielleicht kannst du mir kurz sagen, wofür du Muse einsetzen willst. Wenn du möchtest, können wir eventuelle Fragen auch in einem kurzen Skype Call klären.

          Falls du es noch nicht gesehen hast – noch im April starte ich einen (zumindest am Anfang) kostenlosen Muse Kurs. Anmelden kann man sich schon jetzt (etwas weiter oben im Beitrag).

          Liebe Grüße
          Andreas

  2. Ich grüße dich. Vielen Dank für die schöne Zusammenfassung.
    Ich fing auch mit Adobe Muse an, da WordPress und Co. enttäuschten. Vor allem, wenn es in die Tiefe geht. Das kostenlose „do-it-yourself“ Prinzip von WordPress wird schnell zum Arbeitsaufwand und im CMS-Bereich kann ein Kunde viel kaputt machen.
    Zurück zu Muse: Ich begann mit Muse, um mehr Kreativität einfließen lassen zu können bzw. die Programmierung in den Hintergrund rücken zu lassen. Mittlerweile arbeite ich auf jeder Ebene der Programmierung in Muse. Ich habe die perfekte Symbiose von Arbeitserleichterung und Programmierung gefunden. Auf meinen Seiten befinden sich etliche selbstgeschriebene Zusatzskripte (z.B. Jquery).
    Beeindruckend ist einer meiner Seiten, welche KOMPLETT im editor verfasst wurde. In der Muse-Planungsansicht ist dies ein (fast) leeres Blatt 🙂 Es handelt sich um eine ONE-SCROLL-PAGE, welches ich nur über Coding bekam.
    Dies funktioniert übrigens erst richtig seit der Version 2017.
    Fazit: Ich schließe mich dem Autor an zwecks der Schnelligkeit und Arbeitserleichterung. Ich möchte aber noch ergänzen, dass fast alles weitere im Coding-Bereich möglich ist. (Tipp: Im Editor Notepad, Netbeans usw. schreiben und im Muse-Editor einfügen. Das erleichtert die Arbeitsübersicht)

    Viele Grüße,
    Sebastian

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